Franziska Hinteregger

Am 6. Juni 2018 wurden im Gemeinde- und Kulturzentrum Rabenstein (GUK) die Ergebnisse aus den Workshops mit den unterschiedlichen Fokusgruppen von Dezember 2017 bis Februar 2018, wie SeniorInnen, Gewerbe- und Handel, Bildungseinrichtungen, Regionalpolitik und Gesundheits- und Sozialdienste, präsentiert. Die FH St. Pölten hat dabei die relevantesten Ideen herausgefiltert und konkrete Umsetzungsszenarien vorgestellt. Diese Szenarien zu den Bereichen Community & Social Care Services, Teleheath & Training Services, Nahversorgung & Regionales Gewerbe sowie Open-Government-Initiativen und BürgerInnen Services wurden bei dem Workshop angeregt diskutiert. Auf Basis dieser Rückmeldungen werden genauere Konzepte für die Umsetzung der Spiele- und Kommunikationsplattform Umbrello erarbeitet. „Als weiteres Projektvorhaben sollen diese Szenarien in der Praxis ausprobiert werden. Intensive Gespräche mit möglichen ProjektpartnerInnen sind im Laufen.“ erklärt Projektleiter Johannes Pflegerl. „Wir bedanken uns bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Workshops aus dem ganzen Pielachtal für die Zeit und die Bereitschaft die Kommunikationsplattform weiterzuentwickeln“, freut sich Obmann der Kleinregion und Bürgermeister der Marktgemeinde Rabenstein Ing. Kurt Wittmann.

Kooperation mit der Kleinregion Pielachtal
Für die Kleinregion Pielachtal ist dieses Projekt sehr wertvoll, denn es bietet einerseits eine gute Möglichkeit sich mit den Bedürfnissen von SeniorInnen auseinander zu setzen. Andererseits bieten die Treffen im Rahmen des Forschungsprojekts eine gute Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung der unterschiedlichen Anbieter der diversen Servicestellen und Betrieben für SeniorInnen im Pielachtal.

Umbrello im Detail
Das Projekt mit dem Namen Umbrello der FH St. Pölten in Kooperation mit der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal untersucht bis Herbst 2018, um welche Funktionen die bestehende Spiele- und Kommunikationsplattform erweitert werden könnte. So könnten beim betreuten Wohnen etwa sozialmedizinische Dienste und Angehörige mit älteren Menschen über die Plattform in Kontakt treten. Durch computergestütztes, von Menschen angeleitetes Training, könnte der Fernseher zu Fitnessübungen motivieren. Und Expertinnen und Experten könnten in Online‐Fragestunden Fragen zu Pflege, Hygiene, Bewegung und Ernährung beantworten. Durch eine einfach zu bedienende Plattform könnten Seniorinnen und Senioren auch am Online-Einzelhandel teilnehmen. Durch das Vernetzen mit der regionalen Wirtschaft könnte dies Nahversorgung und regionales Gewerbe unterstützen. Und durch Open‐Government‐Initiativen und BürgerInnen‐Services könnte die Plattform die Partizipation älterer Menschen erleichtern und damit deren Integration und Gleichstellung gestärkt werden.
An dem interdisziplinären Projekt beteiligt sind die Departments Soziales, Gesundheit, Medien & Digitale Technologien, Medien & Wirtschaft sowie das Service- und Kompetenzzentrum für Innovatives Lehren & Lernen (SKILL) der FH St. Pölten. Gefördert wird das Projekt vom Bundeministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen des Programms „benefit“.