(c) Melanie Scholze-Simmel|Bild von links nach rechts: Bgm. Anton Grubner, Vbgm. Franz Singer, Vbgm. Wolfgang Grünbichler, Bgm. Ing. Kurt Wittmann, Edith Kendler, MA, DI (FH) Rainer Handlfinger, Bgm. Franz Größbacher, Bgm. Peter Kalteis, Bgm. Ernst Kulovits, DI Wolfgang Schoberleitner, DI Alexander Simader MSc

Der Klimawandel findet statt. Die Auswirkungen der Klimaveränderung sind bereits in den Gemeinden des Pielachtales spürbar. Die Herausforderungen sind unter anderem längere Perioden der Trockenheit, überdurchschnittliche Anzahl an Hitzetagen, Starkregen. Diese Extremwetterereignisse bringen Veränderungen wie früherer Vegetationsbeginn, Fichtensterben, Ausbreitung von Schädlingen, Einwanderung neuer Arten, Hangwasserproblematik (Überflutung im Siedlungsbereich), etc. mit sich.

KLAR! Wir sind dabei.

Um die genannten Herausforderungen zu bewältigen und die Chancen des Klimawandels entsprechend zu nutzen, bereitet sich die Kleinregion Pielachtal im Rahmen des Förderprogramms Klimawandel-Anpassungsmodellregionen (KLAR) auf den Klimawandel vor. Das Förderprogramm ist eine Initiative des Klima- und Energiefond und des Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BNT).

Das Regionalbüro Pielachtal hat im März 2019 einen Förderantrag für das KLAR-Programm gestellt. Mitte Mai 2019 wurde der Antrag genehmigt. Bis Ende Dezember 2019 wird ein regionales Anpassungskonzept für die Kleinregion Pielachtal erarbeitet. Der Prozess für die Erstellung des Konzeptes wird von DI Alexander Simader, spectra.today GmbH und DI Wolfgang Schoberleitner, Ingenieurbüro mitPlan GmbH begleitet.

KLAR! Für einen zukunftsfähigen Lebens- und Wirtschaftsraum Pielachtal

Im Rahmen der Konzepterstellung werden mit der Gemeindeverwaltung und -politik sowie regionalen Akteurinnen und Akteuren aus den unterschiedlichen Bereichen wie Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Wasserwirtschaft und Raumentwicklung zukunftsorientierte Anpassungsmaßnahmen entwickelt. Ziel dabei ist es, Schäden und die negativen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und die Chancen bestmöglich zu nutzen. Teilweise haben die Gemeinden bereits Maßnahmen, die durch Klimaveränderungen (Extremwetterereignisse) notwendig geworden sind, wie Hochwasserschutz, DrainGarden, Rückwidmung von Baulandflächen und Renaturierungen entlang der Pielach, eingeleitet. Die Region hat zur Klimawandelanpassung aber noch viel vor.

„Wir werden in den nächsten Jahren breites Bewusstsein für den Klimawandel schaffen, um die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können. So können die Lebensqualität in der Kleinregion Pielachtal und der vitale Lebens- und Wirtschaftsraum erhalten bleiben.“ ist Bgm. Ing. Kurt Wittmann, Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal überzeugt.

Klimaschutz und Klimawandel

Der Klimaschutz ist eng mit der Anpassung verbunden und wird von den acht Klimabündnis-Gemeinden weiterhin durch verschiedene Maßnahmen unterstützt, wie unter anderem die Teilnahme am e5-Programm, die Teilnahme an der Initiative „Niederösterreich radelt“, den Ausbau von Photovoltaikanlagen, den Ausbau von Biomasse, e-carsharing. Der Klimaschutz bekämpft die Ursachen des Klimawandels. Dabei geht es um Maßnahmen, die die Treibhausemissionen reduzieren. Klimawandelanpassung bekämpft die Folgen des Klimawandels. Es werden Maßnahmen gesetzt, um die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels zu bewältigen.