Pressekonferenz Suchtprävention Oktober 2014 (c) Nadja Straubinger

Das Projekt Suchtprävention wurde erstmals in der abschließenden Erklärung des im Jahre 2012 stattgefundenen BürgerInnenrates mit hoher Priorität festgehalten. Die Kleinregion Pielachtal hat dies zum Anlass genommen die Suchtprävention in der regionalen Zusammenarbeit aufzugreifen.

Beim Begriff Sucht denkt man sofort Drogen – meistens. Sucht ist aber mehr als Drogen. Süchtig sein kann man nach Alkohol, Zigaretten, Essen, Internetspielen, Social Media und und und. Sucht zu bekämpfen ist wichtig. Noch wichtiger ist aber, der Sucht vorzubeugen. Und genau da setzt die Kleinregion Pielachtal an: Wissen rund um das Thema Sucht aufbauen und Bewusstsein zu jeglicher Art von Sucht zu schaffen – von der Volksschule bis zu den Erwachsenen.Um die Suchtprävention in der Region voranzutreiben und entsprechende Aktivitäten und Projekt auf Gemeinde- und Regionsebene umsetzen zu können, bedarf es der Mitarbeit von einzelnen Gemeindegruppen.

Nach ersten Gesprächen mit der Fachstelle für Suchtprävention, Jugendcoaching und Gemeinden wurden in der Region Gemeindeteams zusammengestellt und im Herbst 2013 fanden erste Schulungen statt.

Eine Arbeitsgruppe aus Schlüsselpersonen der Gemeinden Weinburg, Rabenstein, Kirchberg, Schwarzenbach und Frankenfels fanden sich Ende 2013 zusammen und beschäftigten sich in Begleitung von Jugendcoach Lutz Köllner und Diplomsozialarbeiter Manfred Jeitler von der Fachstelle für Suchprävention intensiv mit dem Thema Sucht. In regelmäßigen Treffen der Gemeindegruppen wurden in der Zukunftswerkstatt verschiedene Maßnahmenpakete durch Einbindung möglichst vieler gesellschaftlicher Aspekte geschnürt. Ein Hauptziel des Projektes ist es, im Vorhinein die Rahmenbedingungen innerhalb der Gemeinde so zu beeinflussen, dass möglichst viele Schutzfaktoren, die vor Entwicklung einer Sucht schützen, aufgebaut werden und bestehende Risikofaktoren minimiert werden.

Ziel dieses Projektes ist es, das Thema Sucht bis Ende 2015 in der Region tabufrei zum Thema zu machen.

Bisher umgesetzte Maßnahmen:

  • Mitspieltheater im Kindergarten und der Volksschule
  • PLUS Schulung für Schüler/Eltern/Lehrer
  • Chill-Out Lounge beim Pfingstfest
  • Änderung der Getränkekarte am Feuerwehrfest (Anpassung der alkoholfreien Getränke)
  • BARadies – Alkoholfreie Cocktails als Angebot bei diversen Veranstaltungen

Wie geht’s weiter? Insgesamt gibt es in der Kleinregion Pielachtal drei Gemeindeteams. Mit ihrer Mitarbeit und Unterstützung soll das Ziel erreicht werden, Sucht zum tabufreien Gesprächsthema zu machen. Und zwar nicht, um Sucht zu propagieren, sondern ihr vorzubeugen. Und alles Mögliche dafür zu tun, um dieses Ziel zu erreichen. Aktuell wird ein Leitfaden zum Thema Festkultur unter dem Titel „Feste feiern und genießen“ erstellt.

ExpertInnen. Fachlich begleitet werden die Gemeinden der Kleinregion Pielachtal bei ihrem Vorhaben von der Fachstelle für Suchtprävention in Niederösterreich und dem NÖ Jugendcoach Lutz Köllner von der Jugendinfo Niederösterreich. Als Servicestelle – quasi im Hintergrund – berät die Regionalberaterin, NÖ.Regional.GmbH, Karin Peter, das Projekt.