Süchtig zu sein, ist eine Krankheit. Fachleute sprechen von einer Abhängigkeitserkrankung. Es gibt Substanzen, die die eigene Stimmung beeinflussen und abhängig machen können –Fachleuten bezeichnen diese Substanzen als Suchtmittel. Aber auch bestimmte Verhaltensweisen wie am Computer zu spielen oder im Internet zu surfen, können abhängig machen. Die Kleinregion Pielachtal hilft seit Jahren bei der Wissensvermittlung zur Sucht und Suchtvorbeugung mit.

Suchterkrankung – einige Hintergrundinformationen

Wenn Sie einen Drang verspüren, immer wieder das Gleiche zu tun, dann kann das eine Verhaltensabhängigkeit sein. Wichtig für das Verständnis von Suchterkrankungen ist die Tatsache, dass sowohl Suchtmittel wie Alkohol, Nikotin oder Medikamente als auch Verhaltensweisen wie beispielsweise Computer- oder Glücksspiel, Einkaufen süchtig machen können. Ob jemand abhängig, sprich an einer Sucht erkrankt ist, können und sollen ausschließlich Fachleute wie ÄrztInnen und klinische PsychologInnen feststellen. Wie bereits erwähnt, unterscheiden Fachleute zwischen substanzgebundener und substanzungebundener Abhängigkeit. Von substanzgebundener Abhängigkeit spricht man, wenn Suchtmittel wie beispielsweise Alkohol, Nikotin, Medikamente, Amphetamine, Cannabis etc. abhängig gemacht haben. Wiederholt man hingegen ein Verhalten wie beispielsweise im Internet zu surfen, am Computer zu spielen, Glücksspiele zu machen, einkaufen zu gehen etc., bezeichnet man das als substanzungebundene Abhängigkeit.

Die Kleinregion Pielachtal und die Suchtvorbeugung
Alle 8 Kleinregionsgemeinden im Pielachtal – Frankenfels, Hofstetten-Grünau, Kirchberg/Pielach, Loich, Ober-Grafendorf, Rabenstein/Pielach, Schwarzenbach, Weinburg – haben seit mehreren Jahren ein Projekt laufen, indem es darum geht, mit verschiedensten Aktivitäten auf Suchterkrankungen aufmerksam zu machen, aber auch gezielt mit entsprechenden Aktivitäten vorbeugend und letztendlich gesundheitsfördernd tätig zu sein. Aufgeräumt werden soll auch mit dem Vorurteil, mit dem Begriff Sucht sei automatisch Drogenabhängigkeit gemeint. Wie gesagt: Sucht ist eine Erkrankung, die entweder durch eine Substanz oder ein Verhalten entsteht.

Dialogwoche Alkohol, Weltnichtrauchertag – aufklären statt verbieten
Alle 8 Gemeinden der Kleinregion nutzen heuer erstmals die Dialogwoche Alkohol www.dialogwoche-alkohol.at (15.-21. Mai 2017) sowie den Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2017, um umfassende Fakten zu den beiden Themen für die Pielachtalerinnen und Pielachtaler zu liefern. Insbesondere beim Alkohol geht es der Region nicht darum, Alkohol zu stigmatisieren und die Bevölkerung dazu zu bewegen, komplett auf Alkohol zu verzichten. Vielmehr wird das Motto „Wieviel ist zu viel?“ zugrunde gelegt, um über Alkohol zu informieren und zu Gesprächen anzuregen, den eigenen Alkoholkonsum zu reflektieren. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe – reden Sie mit, werden Sie Teil der Dialogwoche Alkohol – und behalten Sie das Thema auch darüber hinaus im Hinterkopf.

Die Kleinregion Pielachtal arbeitet bei ihrem langjährigen Projekt „Suchtprävention Pielachtal“ mit der Fachstelle NÖ (vormals Fachstelle für Suchtprävention NÖ) zusammen und nutzt jetzt die Möglichkeit, mit Flyern und Freecards der Fachstelle auf das Thema Sucht, speziell auf das Rauchen und die Folgen von exzessivem Konsum von Alkohol aufmerksam zu machen.

Informieren Sie sich in sämtlichen Gemeindeämtern, bei Ärzten, Apotheken und auch Schulen über Suchterkrankungen, insbesondere jene, die durch Rauchen oder Alkohol hervorgerufen werden. Hintergrundinfos über’s Rauchen und Alkohol erhalten Sie auch auf den Gemeindehomepages der Region.
Weitere Infos zum Projekt: Suchtprävention Pielachtal

Factsheet Rauchen & Alkohol