Ing. Kurt Wittmann (Mitte) und die verantwortlichen Planer freuen sich über die abgeschlossene Grobplanung

Jetzt ist es fix:

Die Grobplanung für den Ausbau von Glasfasernetzen bis zum Haushalt ist in allen acht Kleinregionsgemeinden im Pielachtal abgeschlossen. Damit ist die Basis für den weiteren Breitband-Ausbau im gesamten Pielachtal geschaffen. Nach und nach können Haushalte und Unternehmen mit der schnellsten Breitbandtechnologie versorgt werden und der flächendeckende Ausbau kann ab 2019 gestartet werden. Die Gemeinden brauchen bis dahin aber nicht untätig sein: Sie können Glasfaser-Leerrohre bei Bauprojekten mitverlegen.
Am 20. Dezember 2016 hat das Ingenieurbüro Henninger und Partner der letzten Pielachtaler Kleinregionsgemeinde das Ergebnis der Grobplanung für den Glasfaserausbau bis zum Haushalt übergeben. Alle acht Gemeinden – Ober-Grafendorf, Weinburg, Hofstetten-Grünau, Rabenstein/Pielach, Kirchberg/Pielach, Loich, Frankenfels und Schwarzenbach – sind nun „breitbandfit“.

Wie geht’s weiter im Pielachtal?

Die Grobplanung ist ein Teil des Breitbandprojektes des Landes Niederösterreich. Bis Ende 2018 wird in vier Pilotregionen eine offene, öffentliche und zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur errichtet. – Und zwar überall dort, wo mindesten 40% Zustimmung zum Ausbau erreicht wird.
Parallel dazu läuft die Grobplanung, damit nach Abschluss und Evaluierung der Pilotprojekte ein schneller und effizienter Ausbau der Glasfasernetze möglich ist. Bereits jetzt können Gemeinden entsprechende Vorbereitungen treffen. Wo bei aktuellen Bauprojekten gleich Leerrohre mitverlegt werden, wird später die Versorgung der Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser einfacher.
Ing. Kurt Wittmann, Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal: „Dank der Grobplanung sind wir nun für den Ausbau der Glasfasernetze gerüstet. Wir im Pielachtal werden darüber hinaus ab 2018 damit beginnen, den Ausbau durch die Sammlung von Infrastrukturbestellungen vorzubereiten.“ Alle acht Kleinregionsgemeinden werden sich bemühen, die Nase beim weiteren Ausbau vorne zu haben. Die Bevölkerung in den Pielachtal-Gemeinden wird zeitgerecht über die erforderlichen Schritte informiert. Wittmann: „Gemeinsam sollte der flächendeckende Glasfaserausbau im Pielachtal zu schaffen sein.“

Was können Privatpersonen tun?

Private, die in der Zeit bis zum flächendeckenden Ausbau die Zufahrt zu ihrem Grundstück neu gestalten, oder generell neu bauen, können durch das Verlegen einer Leerverrohrung die spätere Anbindung bereits vorbereiten und sind somit bestens auf die Zukunft vorbereitet.
Erläuterungen: Grobplanung und was eine Gemeinde daraus schließen kann
Aus der Grobplanung ist der zukünftige Standort der Ortszentrale (auch POP oder Point of Presence genannt) ersichtlich sowie die Anzahl der Nutzeinheiten, die diese zukünftig versorgen kann und soll. Mit Nutzeinheiten sind die einzelnen Haushalte gemeint, nicht die Gebäude. Die Linien zeigen den Kabelverlauf, die Punkte symbolisieren die Faserverteiler. Diese wiederum geben an, wie viele Haushalte (Nutzeinheiten) vom Standort aus über Glasfaser angeschlossen werden können. Ein Faserverteiler kann durchschnittlich zwischen 30 und 40 Haushalte versorgen.
Diese Grobplanung umfasst also bereits alle Elemente, die notwendig sind, um in allen Pielachtal-Gemeinden ein flächendeckendes Glasfasernetz bis zum Haushalt zu errichten.